Wie alles begann…

Berlin hat über 200 Museen. Nachdem ich zwei Jahre hier gelebt habe, war ich in genau einem davon. Das soll sich dringend ändern, denn Berliner-DDR-Motorrad-Museum, Buchstabenmuseum, Deutsches Currywurst Museum, Hanfmuseum Berlin, Hugenottenmuseum, Knoblauchhaus, Museum der Unerhörten Dinge, U-Bahn-Museum, Zuckermuseum, das ist nur eine kleine Auswahl der Stätten und Sammlungen, die durchaus verheißungsvoll klingen. (vollständige Liste unter http://www.berlin.de/museum/a-bis-z/).

Nachdem ich mehr per Zufall einen Nachmittag in der Alten Nationalgalerie verbracht habe und zwei Stunden später begeistert wieder herauskam, habe ich mich entschlossen, mit den Staatlichen Museen zu Berlin die Erweiterung meiner musealen Kenntnisse zu beginnen. Naja, und dass man als Student mit der „Museumscard“ eine Museumsflatrate für ein Jahr für gerade einmal 25 € erwerben kann, war an dieser Entscheidung nicht ganz unmaßgeblich. (Nähere Infos unter http://www.smb.museum/besuch-planen/jahreskarte.html . ) Besucht werden können mit der Museumscard classic folgende Museen, Sammlungen und Bauwerke beliebig oft und zu jeder beliebigen Zeit im Rahmen der Öffnungszeiten:

  • Alte Nationalgalerie
  • Altes Museum
  • Bode-Museum
  • Ethnologisches Museum
  • Friedrichswerdersche Kirche
  • Gemäldegalerie
  • Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin
  • Kunstbibliothek
  • Kunstgewerbemuseum
  • Kupferstichkabinett
  • Museum Berggruen
  • Museum Europäischer Kulturen
  • Museum für Asiatische Kunst
  • Museum für Fotografie
  • Neue Nationalgalerie
  • Neues Museum
  • Pergamonmuseum
  • Sammlung Scharf-Gerstenberg
  • Schloss Köpenick.

Besonders reizvoll finde ich den Gedanken, Museumsbesuche einfach in den Alltag einzubauen. Am Nachmittag nach der Arbeit oder am Wochenende einfach mal spontan loszuziehen, zu bleiben, solange ich Lust habe, so lange ich möchte vor einem einzigen Objekt stehen, weil es völlig egal ist, wie lange ich brauche, um alles zu sehen, was mich interessiert und wieder zu gehen, wenn die Aufnahmefähigkeit erschöpft ist, ohne den Gedanken, nun doch bitteschön die gesamte Ausstellung „abarbeiten“ zu müssen, denn der Eintritt war teuer und die Gelegenheit einmalig. Ich bin schon sehr gespannt und freue mich darauf!

Übrigens: unter http://www.berlin.de/museum/einritt-frei/ findet sich eine Liste der Museen, die kostenlos Jedermann offenstehen. Für  viele weitere Personengruppen wie beispielsweise Emfänger von ALG II, Sozialhilfe etc. sowie für Schüler im Rahmen des Schulunterrichtes ist der Eintritt in die Staatlichen Museen zu Berlin ebenfalls frei. Ein wirklich tolles Angebot, wie ich finde!